Die Legende von Franz dem Grünen

By Dr. Nikolaus Wilson, April 8, 2010 16:11

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Der Sage nach ist die Gründung der Stadt GRUNEN eng mit dem Schicksal des Jägers Franz Rehthal verbunden. Der „Grüne Franz“ soll um die Mitte des 14. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf am Rande des Sukower Noores gelebt haben. Später, zu Geld gekommen, soll er die Gruneburg erbaut haben, die heute ein Touristenmagnet der Gegend um GRUNEN ist. Die Legende erzählt die Gründung der Stadt wie folgt:

Die Legende von Franz dem Grünen

Sophie, Daughter of the Duke von SigelEs lebte einst ein Jäger namens Franz Rehthal am Rande der dunklen und unzugänglichen Wälder des Sukower Noores. Er stand einem kleinen Dorf vor, dessen Bevölkerung zwar arm war an Gütern, nicht aber an Kraft, Willen und Glück.

Zur gleichen Zeit begab es sich, dass der Herzog von Sigel in den Krieg ziehen musste, sein Land zu verteidigen. Zurück ließ er seine bildschöne Tochter und seinen Neffen, den Baron von Sigel-Pack, der in seiner Abwesenheit die Geschäfte des Landes führte. Der Baron hatte Interesse an der Tochter des Herzogs und machte ihr den Hof. Sie aber wies ihn zurück.

Der Baron wurde rasend vor Wut und Eifersucht und fürchtete, sein Gesicht zu verlieren. Kurzerhand gab er Auftrag, die Tochter des Herzogs zu entführen. Er ließ sie in einer kleinen Hütte inmitten des finsteren Waldes am Sukower Noor verstecken.

Crayon drawing of the hut Sophie was held hostage in

Als der Herzog nach seiner Rückkehr erkannte, dass seine Tochter entführt ward, ließ er verkünden, dass derjenige seine Tochter heiraten solle, der sie ihm unversehrt zurückbrächte. Der Baron von Sigel-Pack zog mit Gefolge aus, beschuldigte Franz Rehthal der Entführung und brannte das Dorf des Rehthal nieder. Rehthal konnte mit knapper Not entkommen und lebte fortan versteckt in den dunklen Wäldern seiner Heimat.

Burning of Rethal's village, contemporary oil

Microfilm copy of the kidnaping letter of Baron von Sigel-PackEines Tages überfiel ihn eine Räuberbande. Es entbrannte ein kurzer Kampf. Rehthal konnte einen der Räuber töten und fand in dessen Beutel einen Brief des Barons mit Anweisungen über die Entführung der Herzogstochter.

Nachdem er so den Verrat des Barons erkannt hatte, ritt er mit einer tapferen Schar Gefolgsleuten zum Schloss des Herzogs, seine Ehre wiederherzustellen. Dort angekommen musste er erkennen, dass die Hochzeit des Barons mit der Herzogstochter bevorstand. Als Gaukler verkleidet schlich Rehthal sich auf den Platz vor der Kirche. Dort forderte er den Baron zum Duell. In dem darauf folgenden Tumult konnte sich Rehthal in die Kirche flüchten, wo er auf den Herzog traf. Ihm übergab er den Brief und berichtete vom Verrat des Barons. Den Herzog belastete der Verrat des Barons schwer und er sank in Trauer und Gram.

Duel between Franz Rehthal and Baron von Sigel-PackIn diesem Moment trat der Baron in die Halle. Der Herzog, unfähig gegen seinen Neffen zu entscheiden, ließ es zum Duell zwischen Rehthal und dem Baron kommen. Ein wilder Kampf flammte auf, an dessen Ende Rehthal den Baron tödlich verwunden konnte. Dabei büßte er seine linke Hand ein, als er in das Schwert des Barons griff, um einen anderenfalls tödlichen Streich abzuwehren.

Der Herzog schenkte Rehthal und seinem Gefolge das Land am Ufer des Sukower Noores als Ausgleich für das erlittene Leid. Die niedere Herkunft Rehthals aber verbat eine Heirat mit der Herzogstochter. Der Herzog gestattete ihm und seinem Gefolge zum Zeichen ihrer Ehre das Tragen eines Gürtels in den Farben des Herzogtums, eines grünen Gürtels.

Green Belt, Medal of th City of GRUNEN, 1736Die Stadt, die an den Ufern des Sukower Noores entstand, wurde fortan die Stadt der Grünen genannt. Zum Schutz errichtete Franz Rehthal eine Burg, die fortan die Grüne Burg genannt wurde.

Und Rehthal und die Seinen lebten glücklich bis an das Ende ihrer Tage.

Noch heute ist das Haupthaus der Grünen Burg, die heute Gruneburg heißt, erhalten. Auch der grüne Gürtel hat noch immer eine Bedeutung. Er ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt GRUNEN verleiht.

Die Gruneburg, the castle of Grunen

Der Wahrheitsgehalt dieser legendenumwobenen Stadtgründung ist bis heute unbekannt. Es gilt aber als gesichert, dass ein Jäger mit dem Namen Franz Rehthal, der in den Wäldern am Sukower Noor gelebt haben soll, eine hohe Geldzahlung durch den Herzog von Sigel empfing. Der Hintergrund dieser Zahlung ist jedoch nicht geklärt. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der Baron von Sigel-Pack im Jahre 1385 das Herzogtum verließ und Zeit seines Lebens nicht zurückkehrte.Ob beide Vorfälle in einem Zusammenhang stehen, konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.

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