Posts tagged: Flächennutzungsplan

Zitternder Asphalt

By Dr. Nikolaus Wilson, June 22, 2010 20:29

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Wie Ihr alle wisst, hat die Planungabteilung der Bürgerschaft einen Flächennutzungsplan für die Stadt GRUNEN aufgestellt. Dieser Plan sieht eine Hauptstraße für den Durchgangsverkehr durch das Stadtzentrum vor. Ihr könnt den Flächennutzungsplan hier einsehen.

Unser ehrenhafter Bürgermeister sponn seine Fäden, setzte sich mit alten Freunden in Verbindung und entwickelte die Idee, Asphalt auf die zukünftige Hauptstraße aufzubringen, obwohl Statistiken und Verkehrsbelastungsplanungen kein Bedürfnis für Asphaltierung innerhalb der nächsten zehn Jahren zeigten. Aber unser ehrenhafter Bürgermeister umschiffte dieses kleine Hindernis, indem er einfach eine “0″ hinter jeder Zahl der Belastungsplanung schrieb, bevor sie veröffentlicht wurde. (Später würde er behaupten, dass es ein Druckfehler war.)

Schließlich bekam die “ZA Zitternder Asphalt GmbH” den Auftrag Asphalt auf die traßen aufzubringen. Warum das Unternehmen Zitternder Asphalt heißt? Schaut Euch einfach die folgenden zitternden Bilder der Asphaltierungsarbeiten an:

Für Alle, die Interesse an einem detaillierten Einblick in die Asphaltierungsarbeiten haben wollen: Klickt einfach auf eines der folgenden Bilder.

Bild der Stadt GRUNEN vor der Asphaltierung Bild der Stadt GRUNEN nach der Asphaltierung

Nach der Asphaltierung blieben einige Fragen unbeantwortet. Warum schrieb die Bürgerschaft die Asphaltierungsarbeiten nicht aus? Warum überschritten die tatsächlichen Kosten die Kostenprognose um 67%? Und warum zum Teufel haben der Geschäftsführer der ZA Zitternder Asphalt GmbH und unser ehrenhafter Bürgermeister denselben Nachnamen?

Bitte kommentiert heftig und schaut mal wieder rein. Weitere City Journal Einträge sind in Vorbereitung!

Creating Land-Use Plans or Maps from In-Game Screenshots

By Dr. Nikolaus Wilson, May 26, 2010 18:40

For my entry no. 3 I made a Land-Use Plan (in German: Flächennutzungsplan) of the City of GRUNEN.

Here is where you can learn a way how to do such plans / maps.

1. Make an in-game screenshot

Make an in-game screenshot of the zones view of the desired area. Be sure to photograph considerably wider and higher then the area you want to make the plan of. Due to required skewing and resizing a good part of the edges will not be usable for the making of the map, at least if you want to have a map facing true north (see no. 3 below).

For really big maps a mosaic of screenshots will be required (I did a four picture mosaic to create the basis for my Land-Use Plan of the City of GRUNEN). Please refer to one of the tutorials on mosaics if you have questions on how to make them.

In-game zones screenshot of SC4

Creating a mosaic of four in-game screenshots

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Du sollst nicht bauen wider meinem Worte

By Dr. Nikolaus Wilson, May 19, 2010 14:57

Banner City Journal Entry No. 3

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Nach Jahrhunderten des Schlafs und Jahrzehnten langsamen Erwachens gehört die Region GRUNEN heute zu den am schnellsten wachsenden Bereichen in der SimNation. Das schnelle Wachstum hat seinen Preis: unkontrollierte Entwicklung und Zersiedlung.

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Obwohl die Region GRUNEN riesig ist, ist der bebaubare Raum klein. Dies gilt insbesondere für das Dorf GRUNEN. Die alten, hohen Nadelbaumwälder schränken die Flächenauswahl bei der Bebauung stark ein.

Zunehmend ist erkennbar, dass eine weitere unkontrollierte Entwicklung zu negativen Auswirkungen auf Verkehr, Umwelt und das soziale Gefüge führen wird. Die Bürgerschaft des Dorfs GRUNEN hat daher beschlossen, einen Flächennutzungsplan aufzustellen. Nach fast zweijähriger Planung unter Bürgerbeteiligung beschloss die Bürgerschaft folgenden Flächennutzungsplan:

Flächennutzungsplan der Stadt GRUNEN, SC4, SimCity 4Click on image to open a new window with the Land Use Plan in original size.

Der Plan zeichnet die zukünftige geordnete Entwicklung des Dorfes vor. Interessant ist:

  1. Es sind fast ausschließlich gemischt genutzte Gebiete und Wohngebiete geplant, denn die Region ist einfach noch zu klein für reine Industrie- oder Gewerbegebiete; einzige Ausnahme ist die Rethtal Whisky Destillerie, die einen vergleichsweise großen Raum einnimmt.
  2. Es ist bereits eine Wasserversorgungseinrichtung geplant. Sie liegt in dem wenig mit Schmutzwasser belasteten Gebiet bei der Gruneburg an der bereits bestehenden Quelle der Rethtal Whisky Destillerie.
  3. Der Plan sieht Flächen für die Erweiterung der Schule vor. Derzeit hat das Dorf nur ein kleines Schulhaus, es ist aber geplant, dieses um einen Sportplatz zu erweitern.
  4. Die Bürgerschaft rechnet mit einer deutlichen Zunahme des Durchgangsverkehrs. Dieser soll entlang der gelb markierten Straße durch das Dorf geführt werden, um die Entwicklung im Zentrum zu fördern. Dazu soll eine Befestigung, möglicherweise auch eine Asphaltierung der Straße erfolgen.
  5. Der Plan weist einige für zukünftige Entwicklung gesperrte Flächen aus. Dies sind Flächen über die sich die Fraktion der Naturschützer und die Fraktion der Wirtschaftsförderer im Planungsprozess nicht einigen konnten. Die Flächen wurden daher weder als Naturschutzgebiet noch als Mischgebiet ausgewiesen, sondern zunächst ohne Zweckbindung für die Nutzung gesperrt.

Nun brach die große Stunde der (neu errichteten) Bauordnungsbehörde an. Sie glich den jetzigen Entwicklungsstand der Umgebung mit der Planung ab:

Overlay of Land Use Plan and real development

Bei diesem Abgleich stellte die Bauordnungsbehörde fest, dass sich in einem der Landwirtschaft vorbehaltenen Bereich eine Splittersiedlung zu verfestigen drohte:

Overlay of Land Use Plan and real development, Problem Zone

Die Begründung des Flächennutzungsplans sah für „Splittersiedlungen“ folgendes vor:

„Eine Splittersiedlung ist gekennzeichnet durch in einem engeren räumlichen Bereich liegende Bauten, die in keiner organischen Beziehung zu den im Zusammenhang bebauter Ortsteile stehen und für sich selbst auch einen solchen Ortsteil nicht darstellen. Splittersiedlungen sind zu vermeiden, um eine „Entwicklung unorganischer Siedlungsstruktur“ und damit eine Zersiedlung des Außenbereichs zu verhindern.“

Daraufhin nahm die Bauordnungsbehörde sofort eine Ortsbesichtigung vor. Vor Ort bestätigte sich, dass sich in einem für Landwirtschaft reservierten Bereich eine Siedlung ausgebreitet hatte. Die Bewohner hatten sogar einen eigenen Feldweg als Zufahrt angelegt:

Picture of Splinter Development

Und die Behörden baten zum Tanz:

Über der Siedlung öffneten sich die Tore des Himmels und eine dunkle Stimme sprach: „Ihr sollt nicht bauen wider meinem Worte!“

Die Bewohner der Siedlung wendeten ihren Blick nach oben und sahen – nichts. Dann wendeten sie ihren Blick zum Briefkasten und sahen ein behördliches Einschreiben mit der Aufforderung, ihre Häuser zurückzubauen.

Die Bewohner verließen ihre Häuser nicht.

Erneut öffneten sich die Tore des Himmels und eine noch tiefere Stimme sprach: „Nimm das:“

Die Bewohner wendeten ihren Blick zur Zufahrt der Siedlung und sahen eine lange Reihe Bagger und schweres Räumgerät.

Die Bewohner verließen ihre Häuser nicht.

Und ein weiteres Mal öffneten sich die Tore, diesmal aber nicht des Himmels, sondern der Hölle und ein Brummen und Krachen war zu hören.

Die Bewohner wendeten ihren Blick zu ihren Häusern und sahen:

Das entschlossene Vorgehen der Bauordnungsbehörden stieß im Dorf GRUNEN auf allgemeine Zustimmung. Die geordnete Entwicklung des eigenen Dorfes war den meisten Bewohnern wichtiger als das Schicksal der von der Räumung Betroffenen. So konnten nach der Räumung innerhalb kürzester Zeit landwirtschaftliche Betriebe auf den geräumten Flächen angesiedelt werden:

Changing splinter development into agricultural zone

…und derweil in der Bauordnungsbehörde…ließ der Behördenleiter für seine neue Behörde Briefpapier drucken…teures Briefpapier mit Wasserzeichen: „imperare, vetare, punire“ (befehlen, verbieten, bestrafen). Er lehte sich in seinem Stuhl zurück, grinste und war der glücklichste Mensch auf der Welt.

Das war es wieder einmal aus GRUNEN. Bleibt dran, ich freue mich auf Euch!

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